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Anstelle einer Umstrukturierung wird es zu einer Liquidation kommen. Solche schockierenden Worte hörten Gewerkschafter der Werft in Swinemünde während eines Treffens mit der Geschäftsführung der See-Reparaturwerft (Morska Stocznia Remontowa) „Gryfia“. Das Geld aus dem Verkauf der Anlage soll für den Kauf eines neuen Docks in Stettin verwendet werden. In diesem Fall können mehrere hundert Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Die Werftarbeiter aus Swinemünde kündigen bereits Proteste an.

In der Swinemünder Werft war es bereits seit vielen Monaten nervös. Die Mitarbeiter warteten längere Zeit auf Vorschläge für die Entwicklung des Betriebs, hörten aber nur Versprechen. Anfang Juli gab es eine Demonstration gegen eine destruktive Vorgehensweise in der Werft. Zwei Wochen später hörten die Gewerkschaften schockierende Nachrichten vom Management.

„Während eines Treffens sollten wir den Umstrukturierungsplan für die Werft erhalten, stattdessen wurden wir darüber informiert, dass der Betrieb verkauft werden muss. Alles nur, weil Geld für ein neues Dock in Stettin benötigt wird. Das hat uns total überrascht. Wir warten auf ein Protokoll des Treffens, weil wir nichts schriftlich haben. Wir werden es definitiv nicht so lassen “, sagt Aneta Stawicka, Vorsitzende der Unternehmer-Gewerkschaft der Werftarbeiter in Swinemünde.

A. Stawicka betont, dass bereits seit 2013 Versuche unternommen wurden, die Werft in Swinemünde aufzulösen, nachdem es zu einer Fusion mit der Stettiner Werft gekommen ist. Schon damals wurde befürchtet, dass der Betrieb früher oder später verkauft werden könnte.

„Bisher hatte niemand eine Idee für die Entwicklung der Werft in Swinemünde. In Stettin wird tatsächlich ein neues Dock benötigt, jedoch nicht auf Kosten unseres Betriebes. Das ist absurd“, fügt A. Stawicka hinzu.

Die Gewerkschaften hörten von der Geschäftsleitung, dass die Angestellten einen Arbeitsplatz in Stettin gesichert haben. Niemand wird darauf eingehen. Aus einem einfachen Grund. Dies würde bedeuten, jeden Tag 200 km zu fahren. Gewerkschaftern zufolge sollen die Maschinen, das Dock und andere Geräte nach Stettin geliefert werden, während das Gebiet zum Verkauf angeboten werden soll. Im Rahmen des Verfahrens hat ein Staatssubjekt, Vorrang beim Erwerb der Grundstücke. Inoffiziell wird gesagt, dass die Seehafenverwaltung in Stettin und Swinemünde Appetit auf die attraktiven Grundstücke hat. Der Vorstand der Seereparaturwerft „Gryfia“ hat diesbezüglich noch keine offizielle Aussage gemacht. Der Präsident von Gryfia, Krzysztof Zaremba, versicherte die Journalisten, dass es sich nicht um eine Umstrukturierung handele, sondern nur um eine Modernisierung der Werft.

„Wir modernisieren die Ressourcen der Werft, indem wir in das Dock, neue Werkzeuge und Transportmittel investieren und so dessen Zukunft sichern. Eine Umstrukturierung würde Entlassungen bedeuten und wir suchen Mitarbeiter. Derzeit sind 750 Mitarbeiter in den Betrieben in Stettin und Swinemünde beschäftigt. Wir haben Arbeitsplätze für weitere 250“, versichert K. Zaremba.

Das neue Dock ist für Gryfia von großer Bedeutung, da die Werft nur so größere Schiffe reparieren kann. Und das bedeutet höhere Umsätze und Margen. Derzeit verfügt die Werft in Stettin nur über ein großes Schwimmdock mit einer Ladekapazität von 17.000 Tonnen. Sechs weitere sind kleiner. Dies macht die Reparatur der größten Schiffe unmöglich, z.B. der großen Ostseefähren. Das neue Dock soll eine Tragfähigkeit von 22.000 Tonnen haben. Die Baukosten werden auf ca. 100 Mio. Złoty geschätzt.

Alle in SwinemĂĽnde hoffen noch, dass die Werft bestehen bleibt. Der Betrieb ist bereits fest mit der Geschichte der Stadt verbunden.

„In Swinemünde, wie in jeder Seestadt, sind zwei Wirtschaftszweige von Bedeutung - die maritime Wirtschaft und der Tourismus. Deshalb sollten wir alles tun, um den langfristigen Wiederaufbau der Werft zu beginnen, die seit über 40 Jahren von mehreren Generationen der Swinemünder Werftarbeiter gebaut wurde “, sagt Józef Dubaniewicz, ein langjähriger Werftarbeiter.

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