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Am Sonntag soll die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen und anschließend auf einem Militär-Übungsgebiet gesprengt werden. Der 750 Kilogramm schwere Sprengkörper wurde zwischen Neuwarp (Nowe Warpno) und dem Kaiserkanal an der Südspitze Usedoms im Stettiner Haff gefunden.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat die Sperrzeiten auf dem Stettiner Haff an diesem Wochenende wegen der Bergung einer Kriegsbombe noch einmal konkretisiert. Die Bergung der britischen 750-Kilogramm-Bombe zwischen Neuwarp (Nowe Warpno) und dem Kaiserkanal zur Ostsee soll nun am Sonntag stattfinden, erklärte Kreissprecher Achim Froitzheim in Greifswald. Das hätten die polnischen Behörden festgelegt. Ursprünglich war Sonnabend als möglicher Bergungstermin genannt worden.

Geplant sind erhebliche Einschränkungen für die touristische Schifffahrt, Surfer, Fischer, Angler und Schwimmer. Auf deutscher Seite in Altwarp sei der Hafen betroffen und müsse ein Wohnmobilstellplatz geräumt werden. Die Bombe liege in rund sechs Metern Tiefe am Südende des Kaiserkanals unweit vom Südende der Insel Usedom. Polnische Sprengstoffexperten wollen das explosive Kampfmittel auf ein Schiff der Küstenverteidigung laden, durch den Kanal zur Ostsee bringen und dort in einem Militär-Übungsgebiet noch am Sonntag sprengen. Nach polnischen Angaben soll die Bombe zweieinhalb Meter lang sein und mehrere Zentner Sprengstoff enthalten. Während der Bombenbergung werde das gesamte deutsch-polnische Gebiet über mehrere Kilometer im Durchmesser abgesperrt und kontrolliert, sagte Froitzheim.

In der Region waren 1944 und 1945 unter anderem die damals deutsche Stadt Swinemünde (Świnoujście), die für die Rüstung wichtigen Hydrierwerke Pölitz (Police) sowie ein deutsches Panzerschiff im Kaiserkanal bombardiert worden. Das Stettiner Haff ist mit rund 680 Quadratkilometern etwas größer als der Bodensee. Seit 1945 ist es in einen deutschen und einen polnischen Abschnitt geteilt.

Quelle: Ostsee Zeitung

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