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K├╝nstler aus der Region und Stettin sind um den schlechten Zustand der Swinem├╝nder Skulpturen besorgt. Ein Teil der Werke sei sehr vernachl├Ąssigt und bed├╝rfe einer Renovierung. In dieser Angelegenheit gabes schon Petitionsschreiben an die Stadtverwaltung, doch konkrete Ma├čnahmen lassen bis dato immer noch auf sich warten. Die K├╝nstler dr├Ąngen zur Eile, denn je mehr Zeit ins Land flie├če, desto mehr w├╝rden die Skulpturen verfallen. Die OZ hat mit Bildhauerinnen gesprochen, die die ├Ąltesten Swinem├╝nder Skulpturen geschaffen haben. Eine von ihnen ist Anna Paszkiewicz-Sawicka. Die K├╝nstlerin wohnt in Stettin, wo sie ein eigenes Kunstatelier betreibt. Die Erinnerung an die Arbeiten an den Werken f├╝rs Ostseebad sei f├╝r sie sehr sentimental.

ÔÇ×Die Entscheidung ├╝ber die Produktion von Skulpturen ist damals sehr spontan gefallen. Es wurde ein Wettbewerb organisiert und es wurde ein Dutzend interessanter Projekte gew├Ąhlt. Die Thematik war beliebig. Es waren rund zwanzigan der Zahl. Die Skulpturen entstanden in den 70er-Jahren. Zu dieser Zeit gab es einen enormen Bedarf anneuen Kunstwerken in Swinem├╝nde. Damals gab es in der Stadt praktisch kaum eine SkulpturÔÇť, erinnert sich Anna Paszkiewicz-
Sawicka.

Die Skulpturen wurden aus dem sogenannten ÔÇ×k├╝nstlichen SteinÔÇť auf der Basis von Wei├čbeton geschaffen. Es ist ein sehr robuster Rohstoff, der ├╝ber eine lange Zeit ung├╝nstigen Witterungsverh├Ąltnissen Stand halten kann. Problematisch k├Ânnen aber die durch Luftverschmutzung
auftretende Ablagerung und der Algenbewuchs sein. Als die Skulpturen entstanden, waren noch keine so guten Impr├Ągnierungsstoffe bekannt. Nach ihrer Fertigstellung wurden sie nach Swinem├╝nde transportiert
und mittels Kran an bestimmten Standorten platziert.

ÔÇ×Wir gingen durch die Stadt spazieren und haben gemeinsam mit dem Wettbewerbsausschuss ├╝ber
geeignete Standorte beraten. So wurden Stadtparks und andere repr├Ąsentative Pl├Ątze ausgesucht. Das war eine echt gro├če Aktion. Ich wei├č nicht, ob es noch eine andere Stadt gibt, die in so kurzer Zeit so
viele Skulpturen gekriegt hatÔÇť, f├╝gt die Stettiner K├╝nstlerin hinzu.

Den K├╝nstlern ist sehr daran gelegen, die Skulpturen von der Pflanzenablagerung zu befreien. Einige sind so stark mit dem Efeu bewachsen, dass sie kaum ihren k├╝nstlerischen Wert beibehalten.

ÔÇ×Unsere Skulpturen wurden neulich im Rahmen einer Inventur erfasst und sie werden je nach Finanzlage sukzessiv erneuert. Das j├╝ngste Beispiel sind der Drache ÔÇ×TelesforÔÇť, die ÔÇ×TulpeÔÇť, und die ÔÇ×Dame mit dem FischÔÇť. Der Vorschlag zur Erneuerung der Drachenskulptur wurde im Rahmen eines B├╝rgerprojektes vorgeschlagen. Obwohl das Projekt durchgefallen war, beschloss der Stadtpr├Ąsident, dass diese Skulptur mitrenoviert wirdÔÇť, versichert derweil Robert Karelus, der Pressesprecher des Swinem├╝nder Stadtpr├Ąsidenten.

Es ist schade, dass die Renovierung der Drachenskulptur ÔÇ×TelesforÔÇť das einzige Beispiel f├╝r eine professionelle Instandsetzung ist. Das in der Stra├če Chrobrego stehende Denkmal wurde unter Aufsicht
der Autorin Leonia Chmielnik bearbeitet. Die Renovierungskosten belaufen sich auf 15,5 Tausend
Zloty. Bei der Arbeit wurde modernste Impr├Ągnierung angewendet. Die K├╝nstlerin garantiert, dass die Skulptur nun auf lange Jahre bestens gesch├╝tzt ist. Die Stettiner K├╝nstler hoffen, dass bald auch andere
Skulpturen in Swinem├╝ndeeiner ├Ąhnlichen grunds├Ątzlichen Renovierung unterzogen werden.

ÔÇ×Fr├╝her waren die Skulptur sehr beliebt und wir hoffen stark, dass es weiterhin dabei bleibtÔÇť, betont Anna Paszkiewicz-Sawicka.

Im Jahre 2013 wurde in Swinem├╝nde eine Inventur der Bildhauerwerke vorgenommen. Dabei wurde festgestellt, dass es hier insgesamt zwanzig Parkskulpturen, acht Denkm├Ąler, drei Ged├Ąchtnistafeln, einen Springbrunnen und eine Kunstinstallation gibt, so der Stadtsprecher.

Quelle: Ostsee Zeitung

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