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Es gibt so einen Ort auf Usedom, der tausende von Jahren in der Lage war, den Kräften der Ostsee zu widerstehen. Es handelt sich um den Golm, mit seinen ca. 71 m der höchste Berg auf der Insel. Der Golm liegt in unmittelbarer Nähe des kleinen Fischerdorfes Dorfes Kamminke. Beim „Bezwingen“ dieser Anhöhe kann man schwerlich glauben, dass vor etwa 7000 Jahren nur deren Spitze aus dem Wasser ragte!

Nachdem das Wasser etwas gesunken war, haben die Wellen gegen den Hügel geschlagen. So entstand die Klippe. Das Swine-Delta hatte damals eine Breite von fast 14 Kilometern und streckte sich vom Hügel Golm bis zum Kawcza Berg in Misdroy aus. Der Golm und die umliegenden Gebiete liegen am ältesten Buchenwald auf Usedom. Unbeeindruckt von dem Lärm der Sägen der Holzfäller, war er eine wahre Fundgrube von Kräutern, von denen lokale Mediziner und Heiler gerne Gebrauch gemacht haben. Noch bis zum heutigen Tag wächst hier die Trauben Silberkerze, die einst bei Pest verwendet wurde, und das Scharbockskraut, welches gegen Warzen und Hämorrhoiden eingesetzt wurde. Seine jungen Blätter haben die Dorfbewohner als schmackhaftes Gemüse angesehen. Sie aßen es seinerzeit nach Ausschöpfung ihrer Wintervorräte. Die Echte Nelkenwurz wurde dagegen Patienten bei Malaria verabreicht und als ein Nelken ähnliches Gewürz verwendet. Diese Pflanze hatte zugleich eine Bedeutung als Aphrodisiakum für Männer. Mit seinen Kindern kann man sich auf dem Golm zudem auf die Suche nach Goldgelb machen. Diese Pflanze war an erster Stelle im Herbarium von Paszczak, im beliebten Märchen über die Mumins.

"Vor dem Krieg wuchsen hier auch viele Maiglöckchen, die später auf dem Markt in Berlin verkauft worden sind", sagt Dirk Weichbrodt, Experte in Sachen Usedomer Natur und langjähriger Reservatpfleger.

Golm hat auch eine weniger bekannte Geschichte. Am Fuße des Hügels, im Waldstreu versteckt,entspringt eine Quelle, die von Einheimischen Luiza genannt wird. Das Wasser war ausreichend rein, so dass es vor vielen Jahren zur Herstellung von Limonade diente, die in Swinemünde verkauft wurde. Später entnahm der Grenzschutz das Wasser aus der Quelle. Heute befindet sich am Ort der Wasserentnahme nur ein kleiner, durch die Zeit zerstörter Raum. Wir werden die genaue Lage der Luiza nicht verraten. Versuchen Sie selbst, sie zu finden!

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