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pirania muzeum

Kasia ist 26 Jahre alt und für dieses Alter eine echte Dame. Im Hochseefischereimuseum hat się einen besonderen Platz. Kasia wird von Personal und Kindern gleichermaßen geliebt. Sie drängen sich meist dicht vor ihrem Aquarium. Die Rede ist von einem der größten und ältesten Piranha in Europa. Kasia ist vor kurzem ins neue, größere Aquarium umgezogen. Zuvor gab es große Bedenken, dass się den Umzug wegen Stress nicht überleben könnte. Das Risiko war so groß, dass kein Unternehmen diese Aufgabe übernehmen wollte. Zum Glück gelang das Projekt. Heute schwimmt Kasia mit Begeisterung im neuen Appartement. Die Geschichte des Piranhas aus Swinemünde ist ungewöhnlich. Ins Museum gelangte der Fisch im Alter von vier Jahren. Der ehemalige Besitzer konnte keine entsprechenden Lebensbedingungen für ihn schaffen. Der Fisch wuchs ganz schnell und brauchte dringend ein entsprechendes Aquarium. Im Museum wurde er schnell zum Star. Das größte Interesse weckt er natürlich bei Kindern, die vor allem eines von Piranhas wissen – dass się sehr scharfe Zähne haben. Dies bestätigt Fischwächter Ryszard, der
den Kleinen eine Hand ohne Zeigefinger zeigt. Natürlich als Witz. „Den Finger habe ich unter anderen Umständen verloren, aber dieser Trick macht Eindruck auf die Gäste. Der Fisch hat mir nie einen Schaden zugefügt. Wir sind sehr eng miteinander verbunden.Wenn ich in den Urlaub fahre, will der Piranha manchmal aus Sehnsucht nichts essen“, behauptet Ryszard. Die größte Delikatesse für Kasia sind Rinderherzen, aber der Fisch mag gelegentlich auch eine Banane, einen Apfel oder Salat essen. Kasia bekommt aber auch das für Fische bestimmte Trockenfutter. Monatlich frisst der Piranha etwa drei Kilogramm Futter. Heute ist er 70 Zentimeter lang und acht Kilo schwer. Das war der Grund, weshalb es Kasia im alten Becken zu eng geworden war. Über die Änderung des Aquariums dachte man seit mehreren Jahren nach. Von Anfang an war klar, dass dies eine komplizierte und gefährliche Operation sein würde. Vor allem wurde befürchtet, dass der Piranha den Umzugsstress nicht überlebt. Der Transport des neuen Aquariums ins Museum war ebenfalls nicht einfach. Schon der leere Behälterwog 300 Kilogramm. „Die logistische Vorbereitung dauerte zwei Wochen. Wir mussten genaue Berechnungen machen. Ein kleiner Fehler könnte zur Zerstörung des Aquariums führen. Schnell war klar, dass der Transport des Behälters durch die Tür nicht in Frage kommt. Die einzige Lösung war, das Aquarium durch das Fenster zu tragen“, erklärt
Adam Izotow, technischer Spezialist im Museum. Dank sorgfältiger Vorbereitungen gelang die Installation unversehr tund Kasia schwimmt nun in einem Appartement. Das Aquarium verfügt über eine moderne Filteranlage und spezielle Beleuchtung, die das Sonnenlicht imitiert. Am Boden liegt Strandsand aus Swinemünde. Das Aquarium beinhaltet mehr als zwei Tonnen Wasser. Kasia kann man weiterhin im Erdgeschoss des Museums bewundern. Der Swinemünder Piranha ist ein Süßwasserfisch und das größte bekannte Exemplar seiner Gattung. Er kann sich allen Bedingungen anpassen. Seine natürlichen Lebensräume sind Flüsse von Südamerika, vor allem die Amazonasund Orinoco-Becken. Er ernährt sich von Zooplankton, Schnecken, Insekten und Pflanzen. Normalerweise schwimmt er allein.

Fischattraktion im alten Rathaus

Das älteste Gebäude der Stadt, erbaut zwischen 1804 und 1806, war lange Zeit das Rathaus der Stadt. Es beherbergt heutzutage das Museum für Hochseefischerei. Die sich hier befindenden Sammlungen präsentieren die Geschichte der Hochseefischerei, Stadt- und Regionsgeschichte, alte Navigationsvorrichtungen sowie Exemplare der Seetierwelt. Gerade wurde die Exposition um eine Ausstellung der Korallenbank bereichert. Öffnungszeiten: Oktober bis Mai: dienstags bis sonntags von 9 - 17 Uhr; Montags geschlossen; Eintrittspreise: 15 Zloty fürErwachsene und 13 Zloty für eine ermäßigte Eintrittskarte.

Quelle: Ostsee Zeitung

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