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In Polen ist er sehr beliebt. In Deutschland wird er für seine Mut und seinen guten Lebensstil bewundert. Gemeint ist Gerd Boest, der am Samstag, dem 30 Januar, eine große Neueröffnung seines zweiten Fitnessstudio mit vollem Equipment und Solarium feiern wird. Sein Angebot wird auch Personaltraining und Ernährungsberatung umfassen.

Das Studio befindet sich in der Zofii-i-Stanisława-Kuligów-Straße (die Gasse zwischen Grudziądzka- und Szkolna-Straße). Gerd leitet schon seit zwei Jahren ein kleineres Fitnessstudio in der Chrobrego-Straße. Es hat jedoch Fläche von 200 Quadrattmetern. Das neue ist drei mal so groß. Das neue Studio soll einfach perfekt sein. So wie unser Gesprächspartner. Alles, was er macht und wie er selbst und andere trainiert, muss auf dem höchsten Niveau sein.
Gerd trainiert seit dem 12. Lebensjahr. Über einige zehn Jahre war er ein Profi-Boxer. Viele angesehene Auszeichnungen kann er sein Eigen nennen. Zu den wichtigsten gehören der Berliner-Meister-Titel und Erfolge bei der norddeutschen- und Deutschen Meisterschaft im Boxen. Ein paar Mal belegte er einen ehrenhaften zweiten und dritten Platz. Er hat auch die begehrte Goldmedaille erkämpft. In guten Zeiten, wie er sagt, hat er 6 mal in der Woche trainiert. Er hielt gesunden Lebensstil. Über angemessenes Training und entsprechende Diät weiß er alles.
Nun möchte er sein Wissen an uns übergeben. Wie es überhaupt dazu gekommen, dass er gerade in Polen, in Swinemünde sein Fitnessstudio eröffnet hat?
- Über viele Jahre hatte ich in Berlin drei Lokale dieser Art. Dann kam ich auf Insel Usedom. Ich kenne die Insel, weil ich aus Ahlbeck herkomme – sagt er. – Schon von Anfang an wusste ich, dass die Idee, mein Angebot bis nach Swinemünde zu erweitern, gut ist. Das ist eine große Stadt, in der viele junge Leute wohnen. Mich störte jedoch die Grenze.
Als Polen dem Schengener Abkommen beigetreten ist, kam Gerd nach Swinemünde sich umzusehen.
- Ich konnte endlich in diese schöne Stadt mit dem Auto fahren. Sofort habe ich mich nach einem guten Lokal umgeschaut – erklärt er.
Auf die ersten Hindernisse stoß er im polnischen Stadtamt. Eine der Mitarbeiterinnen des Magistrats hat ihm gesagt, dass er Bewohner der Stadt Swinemünde sein muss, um hier eine Firma gründen zu können.
- Ich bin anderer Meinung. Ich hab gesagt: wir sind doch in der EU. Sie wollte dieses Argument gar nicht wahrnehmen – erinnert sich Gerd.
Mit der Bitte um Hilfe hat er sich an Brüssel gewandt. Ein Telefonat einer EU-Beamten hat die Sache erledigt. Es hat sich doch erwiesen, dass er nicht in Swinemünde angemeldet sein muss. Jetzt fügt er mit Lächeln hinzu, dass er sowieso hier wohnen wird. Zurzeit lebt er in Ahlbeck. Ab Frühjahr möchte er aber eine Wohnung auf polnischer Seite der Insel Usedom mieten.
- Ich verbringe ganze Tage in Swinemünde. Die Stadt ist mein Zuhause – lächelt Gerd. An seinem Bein, während des Gesprächs mit uns, liegt sein treuer Hund Rocky. Das ist ein deutsch-kanadischer Schäferhund, wie ihn sein Herr bezeichnet. Ein schöner weißer Hund mit rosafarbenen Nase, der Schritt für Schritt seinen Herrn begleitet. – Er ist jetzt ein bisschen arm. Ich hab nicht so viel Zeit für Spaziergänge. Wir wandern nur von einem Lokal zum anderen.
Den Namen hat er nach dem Haupthelden des Films „Rocky Balboa“ bekommen, den Sylwester Stallone gespielt hat. Das ist Idol aus Gerds Jugendzeiten.
- Alle wollten so sein wie er. Wer weiß, ob ich unter anderem gerade aus diesem Grund zu trainieren begann. Ich mochte keine Teamspiele wie Fußball- oder Volleyballspiel. Ich wollte lieber etwas Individuelleres.
Wie unser Gesprächspartner sagt, jeder kann anfangen, zu trainieren, unabhängig vom Alter oder von der Kondition. Wichtig ist, dass ein Profi dabei ist, der raten kann, welche Übungen und mit welcher Intensität man ausführen kann.
Solcher Profi ist Gerd bestimmt. Im Gespräch merkt man, dass Leitung eines Fitnessstudios für ihn nicht nur ein Weg zum Broterwerb oder eine berufliche Entwicklung darstellt, aber auch seine Leidenschaft ist.

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