Hafenbauer fördern Schätze vom Meeresgrund

skarby LNG

Die Ostsee ist noch voll von unentdeckten Schätzen. Auf einige stießen Taucher beim Bau des Außenwellenbrechers des Flüssiggas-Terminals in Swinemünde. Auf die Sehenswürdigkeiten stieß man während der Pionierarbeiten 2011 zu Beginn des Baus neuer Wellenbrecher. Die Taucharbeiten
führte dasTeamvon Alexander Ostasz aus Stettin durch. Es war für die archäologische Unterwasseraufsicht während des Baus des LNG-Terminals verantwortlich.

Man hatte mit vielen Überbleibseln aus dem Zweiten Weltkrieg gerechnet, vor allem mit Blindgängern, da Swinemünde ein wichtiger Militärhafen war. Es stellte sich heraus, dass sich unter dem Wasser noch viele Sehenswürdigkeiten befanden, die ein neues Licht auf die Geschichte der Stadt und der Region warfen. Die größte Entdeckung war das Heck eines mittelalterlichen Boots aus dem vierzehnten Jahrhundert.

„Ein kostbarer Schatz, vergleichbar mit dem berühmten Kupferschiff von 1399, das auf dem Meeresboden der Danziger Bucht gefunden wurde“, sagt Alexander Ostasz.

Manstieß auch auf dasKanonenrohr eines englischen Reling-Geschützes ausdemachtzehnten Jahrhundert
– ein drehbares Geschütz, das auf dem Schanzkleid montiert wurde – und auf eine Luftfeuerwaffe,
hergestellt nach 1700. Unter anderen Exponaten tauchten eine drei Meter hohe, hölzerner Ankerwinde, wahrscheinlich aus dem Wrack eines Segelschiffes aus dem achtzehnten oder neunzehnten
Jahrhundert und der Vorsteven einer historischen hölzernen Einheit auf.

„Wir haben alle Arbeiten an der OberflächeundunterdemWasser dokumentiert. Kombiniert mit der archäologischen Dokumentation erlaubte es eine Ausstellung im Nationalparkmuseum in Mistroy über einen Teil der Geschichte von Westpommern zu erstellen. Die Ausstellung besteht aus 20 großen Tafeln“, sagt Alexander Ostasz.

Quelle: Ostsee Zeitung
Fot.Archiwum Archeo Divers

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