Die Swinem├╝nder Tourismusbranche schaut mit bedenken auf den Herbst

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Die Swinem├╝nder Tourismusbranche schaut mit bedenken auf den Herbst. Alles wegen der unsicheren Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Sommersaison (Juli und August) waren nicht schlecht, mit Sicherheit war es aber nicht m├Âglich, alle im Fr├╝hjahr entstandenen Verluste auszugleichen. Ein Vorteil f├╝r die Tourismusbranche in Swinem├╝nde war mit Sicherheit die Entscheidung, die Grenze zu Deutschland zu ├Âffnen, sowie der Zusammenbruch des ausl├Ąndischen Reisemarktes.

Viele Polen, die bisher in exotische L├Ąnder gereist sind, beschlossen diesmal, ihre Sommerferien im eigenen Land zu verbringen ÔÇô an der See und in den Bergen. Viele von ihnen w├Ąhlten die heimischen Inseln. Gl├╝cklicherweise hat Swinem├╝nde viele Infektionen vermieden. Seit Beginn der Pandemie wurden im Resort weniger als 30 F├Ąlle von Coronavirus gemeldet. Touristen hatten also keine Angst, hierher zu kommen, was die Menschenmassen am Strand und an der Promenade zeigten. Wie bewerten die Vertreter der Tourismusbranche in Swinem├╝nde die Sommersaison?

ÔÇ×Die Saison begann praktisch an dem Tag, an dem die Grenze ge├Âffnet wurde, d.h. ab Mitte Juni. Vorher gab es im Grunde keinen Verkehr. Im Vergleich zum Vorjahr war der Juli um 15 Prozent schw├Ącher. Dies zeigt das Ausma├č des Problems. Der August sieht gut aus, aber es ist schwer etwas ├╝ber den September zu sagen, weil alles passieren kann ÔÇť, sagt Maciej Maciejewski, Inhaber der Appartement-Vermietungsagentur Apartamenty ┼Üwinouj┼Ťcie.

Die Tatsache, dass die Verluste nicht ausgeglichen werden konnten, wird durch die Einnahmen aus der Kurtaxe best├Ątigt, die f├╝r jede ├ťbernachtung berechnet wurden. Vor einem Jahr, Ende Juli, zahlten Touristen 4 Millionen 523 Tausend Z┼éoty auf dieses Konto. In diesem Jahr waren es nur 2 Millionen 740 Tausend Z┼éoty. Die Stadt versuchte Touristen mit einer speziellen Werbekampagne und die Unternehmer mit attraktiven Angeboten anzulocken. Rabatte und Sonderangebote lagen sogar zwischen 20 und 40 Prozent. Leider deutet alles darauf hin, dass die Tourismusbranche vor einem sehr harten Herbst und Winter gegen├╝bersteht. Im September beginnt das Schuljahr in Polen und es gibt weniger Buchungen an der Ostsee. Wenn es im Land mehr Infektionen geben wird, so wird Swinem├╝nde m├Âglicherweise leer sein.

ÔÇ×Kunden kamen nach dem 10. Juli an. Wir haben die Preise um rund 40 Prozent gesenkt. Wir haben derzeit viele Stornierungen f├╝r den Herbst, weil die Menschen Angst vor einer erneuten Infektionssteigerung haben ÔÇť, erkl├Ąrt Joanna Agatowska, Leiterin des SanatoriumsÔÇ× Energetyk ÔÇťin Swinem├╝nde.

Vielleicht hilft der Tourismusbranche ein s.g. Touristengutschein. Dies ist eine staatliche Unterst├╝tzung f├╝r Familien mit Kindern. Ein Gutschein in H├Âhe von 500 Z┼éoty f├╝r jedes Kind kann nur zur Bezahlung der Unterkunft im Land ausgestellt werden. Er ist zwei Jahre g├╝ltig. Davon soll die gesamte Unterkunftsbasis profitieren - von Hotels bis zu Pensionen. In Swinem├╝nde wird der Gutschein bereits von mehreren Dutzend Unternehmen realisiert. Das Interesse ist betr├Ąchtlich.

ÔÇ×Ich habe bereits den ersten Reisegutschein angenommen. Belegt ist bei mir von der 3. Juliwoche bis zum letzten Sonntag im August, aber die Preise sind deutlich niedriger. Wir werden sehen, was als n├Ąchstes passieren wird ", sagt Karolina Czajka, Eigent├╝merin der Appartements "Kamienica pod Kasztanami "in Swinem├╝nde.

Die neuesten Daten des Statistischen Zentralamtes zeigen, dass die Tourismusbranche nichts zu lachen hat. Sie beweisen, dass die Zahl der Polen, die im Juni in Polen eine ├ťbernachtung gebucht haben, um ├╝ber 1,6 Millionen und die Zahl der Ausl├Ąnder um ├╝ber 600.000 im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken ist. Insgesamt betrug der R├╝ckgang im Juni sogar 60 Prozent. Im gesamten ersten Halbjahr ging die Zahl der Touristen in Polen jedoch um ├╝ber 8 Millionen zur├╝ck. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer hat sich ebenfalls ge├Ąndert. Nach Angaben des Statistischen Zentralamtes waren es im Juni weniger als drei N├Ąchte pro Gast (2,77 um genau zu sein). Interessanterweise, ist dies etwas mehr als im Juni des Vorjahres.

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